MuKi 49

    Unsere teilstationäre Mutter-Kind-Wohngemeinschaft „Muki49“ richtet sich an junge volljährige Schwangere und Mütter, die zusammen mit ihrem Kind nicht mehr zu Hause und noch nicht in einem eigenen Wohnraum leben können. Ziel ist es, die Mütter auf ein gemeinsames Leben mit ihrem Kind im eigenen Wohnraum vorzubereiten. Die Gestaltung des Betreuungssettings setzt an den jeweiligen individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der einzelnen Mütter an. Neben Pflege und Erziehung des Kindes, Aufbau einer tragfähigen Beziehung zum Kind, hauswirtschaftlichen Fähigkeiten sowie dem Umgang mit Geld und Planung der beruflichen Zukunft können die Frauen auch lernen, auf sich zu achten und die eigenen sowie die Bedürfnisse des Kindes gleichermaßen wahrzunehmen. Die Einrichtung bietet Platz zwei Frauen ab 18 Jahren in einer Wohngemeinschaft. Beide teilen sich Küche und Bad und haben je zwei Räume für sich und ihr Kind. Hier kann die Selbständigkeit als unmittelbare Vorbereitung auf das Leben im eigenen Wohnraum erprobt werden. Die Einrichtung befindet sich auf dem gleichen Gelände wie die rund-um-die-Uhr-betreute Mutter-Kind-Wohngemeinschaft „Muki51“. Im Anschluss an die intensive Hilfe dort, kann mit Erreichen der Volljährigkeit eine Weiterbetreuung in diesem teilbetreuten Setting mit dem Ziel der Verselbständigung erfolgen. Durch die räumliche Nähe zur Muki51 ist eine Ansprechbarkeit in Krisensituationen rund-um-die-Uhr gegeben. Die Wohngemeinschaft verfügt über einen großen Garten. Hinsichtlich der Pflege, Versorgung und Ernährung des Kindes werden sie zusätzlich einmal wöchentlich von einer Familienhebamme im Haus beraten. Daneben besteht die Möglichkeit an einem videogestützten Beratungsangebot MarteMeo zur Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung teilzunehmen.

    Die pädagogische Arbeit mit den einzelnen Nutzer*innen ist individuell gestaltet und mit Schwerpunktsetzung je nach persönlichem Hilfebedarf. Ganz nach dem Prinzip „Wir behandeln alle gleich, indem wir jede anders behandeln“, kann die Intensität der Begleitung bezüglich der einzelnen Nutzer*innen und Bereiche (Beziehung zwischen Mutter und Kind, Alltagsgestaltung und -struktur, Finanzen, Behördengänge u.s.w.) unterschiedlich sein. Es gibt ein strukturieren Rahmen, Regeln des Zusammenlebens und Angebote, welche immer mit den persönlichen Lebensumständen der jungen Mütter abgeglichen werden und diese berücksichtigen. Es besteht auf Wunsch der Nutzer*innen die Möglichkeit, das familiäre und soziale Umfeld intensiv in den Hilfeverlauf einzubeziehen. Wir unterstützen die jungen Mütter, Angebote im Stadtteil zu nutzen und das eigene soziale Netz zu entwickeln, immer mit Blick auf die Frage, welche Möglichkeiten sie in Anspruch nehmen bzw. weiter nutzen können, wenn sie später mit ihrem Kind im eigenen Wohnraum leben.